Gorleben und die Gewalt

Das Medienmagazin Zapp hat die Berichterstattung über die Castor-Proteste im Wendland untersucht und festgestellt, dass die meißten Medien eine reißerische Form gewählt, Gewaltakte hervorgehoben und dadurch ein stark verzerrtes Bild produziert haben. Sehenswert:

Warum das so ist, habe ich schon vor 1 1/2 Jahren in einem Artikel bei Telepolis analysiert: Bündnis der Medien mit der Gewalt. Dort heißt es:

Je mehr dieser Komponenten ein bestimmtes Geschehen hat, desto stärker wird es in den Mittelpunkt der Berichterstattung gestellt, was zu einer verzerrten Darstellung der Realität führt. Nicht selten werden überwiegend friedliche Proteste, an deren Rand es zu gewalttätigen Aktionen kommt, dieser Logik folgend als gewalttätig dargestellt.

und

Der Landslide Effect beschreibt hingegen das Phänomen, dass von den Medien vermittelte, womöglich verzerrte oder manipulierte Bild eines Ereignisses eine falsche Vorstellung der Realität verursachen und diese Vorstellung dann über die Einstellung und das Verhalten der Medienkonsumenten auf die Realität zurück wirkt.

Auch bei den nächsten großen Protest-Ereignissen wird man das wieder feststellen können.

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